Backup und Wiederherstellung
Datensicherung ist ein wichtiger Baustein für die Wiederherstellbarkeit von Systemen und Daten. Sie ist jedoch nicht automatisch Hochverfügbarkeit, Archivierung oder eine Zusage, dass jede beliebige historische Version jederzeit verfügbar ist.
Backup, Archiv und Verfügbarkeit
Ein Backup dient in erster Linie dazu, einen definierten Daten- oder Systemstand wiederherstellen zu können. Archivierung verfolgt andere Ziele, etwa die langfristige Aufbewahrung. Hochverfügbarkeit soll Ausfälle möglichst vermeiden oder verkürzen. Welche dieser Ziele benötigt werden, wird getrennt betrachtet.
Passend zum System planen
Umfang, Sicherungsrhythmus, Aufbewahrungszeit, Speicherort, Zuständigkeit und mögliche Wiederherstellungsziele richten sich nach der konkreten Umgebung und ihrem geschäftlichen Stellenwert. Eine einzelne Standardlösung passt nicht zu jedem System.
Wiederherstellung und Tests
Ein vorhandenes Backup ersetzt keinen getesteten Wiederherstellungsprozess. Restore-Tests, Fehleranalyse und Wiederherstellungen sind eigene technische Tätigkeiten. Sie können Arbeitsaufwand verursachen und werden im vereinbarten Umfang geplant oder abgerechnet.
Verantwortung und Grenzen
DAXS unterstützt bei Konzeption, Einrichtung, Überwachung und Wiederherstellung, soweit dies beauftragt wurde. Ohne ausdrückliche Vereinbarung besteht keine pauschale Zusage zu Sicherungsumfang, Wiederanlaufzeit, Datenverlustgrenzen oder permanenter Verfügbarkeit.
Wichtig
Vor einer Änderung oder Migration wird gemeinsam festgelegt, ob ein geeigneter Sicherungs- und Rückfallweg vorhanden ist.
Vor einer Sicherung gemeinsam festlegen
| Frage | Beispiel für die Klärung |
|---|---|
| Was wird gesichert? | Dateien, Datenbanken, virtuelle Systeme, Konfigurationen oder ausgewählte Cloud-Daten |
| Wie häufig und wie lange? | Passend zu Änderungsrate, Schutzbedarf und vereinbarter Aufbewahrung |
| Wo liegt die Sicherung? | Getrennt vom Ursprungssystem, beim Kunden, in einem Rechenzentrum oder in einer vereinbarten Cloud-Umgebung |
| Wer löst die Wiederherstellung aus? | Benannte Verantwortliche und ein klarer Kommunikationsweg im Störungsfall |
| Wie wird die Wiederherstellung geprüft? | Geplante Tests, Stichproben oder anlassbezogene Wiederherstellungen |
Wiederanlauf ist eine eigene Aufgabe
Im Ernstfall geht es nicht nur darum, Daten zurückzuspielen. Anwendungen, Berechtigungen, Abhängigkeiten, Reihenfolgen und fachliche Prüfungen können entscheidend sein. Deshalb wird bei wichtigen Systemen auch besprochen, welche Reihenfolge sinnvoll ist, wer die fachliche Kontrolle übernimmt und wann ein Ergebnis als wiederhergestellt gilt.
Bei Migrationen, größeren Änderungen oder der Ablöse von Systemen wird der Sicherungs- und Rückfallweg vor dem Eingriff bewertet. Eine Abschaltung erfolgt erst, wenn die vereinbarten Voraussetzungen für Prüfung, Übergabe und Wiederanlauf erfüllt sind.
Weiterführend
Weitere passende Themen: Cloud, Hybrid und Datenhoheit, Betreuungsmodelle und Service-Level sowie Dokumentation und Wissenstransfer.